Es ging um Demut und Liebe, um Stärke und auch Glaube, um die Gegensätzlichkeit von Dressur und Beziehung, um Spannung… und das Loslassen… für Losgelassenheit.
Und auch und allgegenwärtig um Dominanz. Ein Wort das nicht gerne gehört wird. Das weiß auch Jean-Francois. Das auch bei mir Widerstand auslöst. Vielleicht zurecht, vielleicht zu unrecht. Die Aggression mit der das Wort assoziiert wird, erzeugt ja erst einmal allein der Mensch, im Namen der Dominanz.
Trotzdem wäre für mich das Wort Führung so viel passender. Denn am Ende ging es zwei Tage lang gar nicht so viel um Dominanz sondern viel mehr um Führung. Und zwar um Selbstführung (des Menschen). Gar nicht so viel um die Führung des Pferdes. Ja, eins meiner Lieblingsthemen. Bei sich selbst anfangen.
Jean-Francois fing immer wieder beim Menschen an. Bei seiner Spannung, seiner Souveränität, seiner Losgelassenheit, auch seiner körperlichen Unbeholfenheit. Er ist ein großartiger Coach! Warum glaubst Du ist Dein Pferd einen Schritt zurück gewichen? Wieso tust Du dies und warum tust Du genau das nicht? Und immer wieder LOSLASSEN! Sich selber führen, sich mit sich selbst verbinden und seinem Tun und Nicht-Tun bewusst werden. Meist und so häufig, dem zuviel Tun.
Ein besonderes Highlight für mich waren die Momente in denen Jean-Francois selbst am Pferd war. Seine Kommunikation mit dem Pferd in absoluter Stille und Ruhe, kein Wort, kein Geräusch von ihm und es war so viel mehr zu hören vom Gespräch zwischen Mensch und Pferd.
Ja, natürlich ging es vor allem um Pferde aber genau deshalb halt um den Menschen.
Ach Mensch, wir müssen alle soviel besser werden: viel subtiler, viel leiser, viel weniger tun, viel mehr zuhören! Viel mehr Beziehung und viel weniger Dressur! Für die Pferde!

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