Nein, nicht ganz unter sich.
Beide brauchen natürlich noch Anleitung und einen passenden Rahmen, dann können sie sich gegenseitig jedoch schon einiges geben.
Wo die Basics gut sitzen, kann Mia jetzt schon mal bei Amy reinfühlen, wie sich Durchlässigkeit bei solch einem fein gearbeiteten Pferd anfühlt und wie sie Energie passend einsetzen kann. Da kommt es dann eben auch vor, dass sie gar keine Antwort auf eine Anfrage bei Amy erhält, weil sie mehr „gehampelt“ als klare Kommunikation gesendet hat. Und wenn dann der kleine Wüterich in der Mia hoch kommt, geht halt auch mein Powertierchen Amy recht schnell hoch. Dann steht Mia plötzlich vor der Wahl, innerlich runterzuschalten oder eben einen kleinen falben Raserich am Seil zu haben. Schön ist es dann zu sehen, wie beachtenswert Mia sich runterfährt und von Amy ein sofortiges positives Feedback bekommt. Gut ist es auch für mich, übernimmt das Pony doch ganz lässig elterliche Pflichten. 😉
Die Amy die anfangs schon ein an der Nase kratzen oder ein räuspern von mir vollkommen aus der Fassung gebracht hat, entscheidet inzwischen ganz klar, wann sie gemeint ist. Manchmal auch schon fast ein wenig zu cool, wann sie ihrer Meinung nach nicht gemeint sein kann. Mit Mia lernt sie noch ein paar weitere unwillkürliche Reaktionen kennen und auch, dass das Menschlein halt manchmal ein bisschen nuschelt statt Klartext zu reden. Und das diesem Dialekt trotzdem eine Antwort von ihr gebührt und ein Ignorieren vielleicht nicht in jeder Situation immer die passende Antwort ist.
Und wie die Beiden so vor sich hin spielen und sich einpendeln und vor meinen Augen toll anfangen miteinander zu kommunizieren, bin ich natürlich total menschemama- und ponyausbildermäßig stolz beim zusehen. 🙂 Und auch das Herz des Coaches hüpft, darf ich doch mal wieder live erleben, was wir Menschen alles gemeinsam mit Pferden erleben, entwickeln und lernen dürfen.

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