Ich lerne viele Pferde kennen und jedes davon hat so seine Geschichte. Einige Pferde eine kürzere, einige haben eine längere Geschichte. Sowohl mit ihrem Besitzer als auch aus der Zeit vor diesem. Manche Pferde haben auch eine unbekannte Geschichte. Diese ganzen Geschichten wirken sich körperlich und auch seelisch-mental auf das Pferd aus und machen es mit zu dem Pferd, das nun heute vor uns steht.
Wenn ich dann Pferd und Besitzer treffe und mit ihnen arbeite, arbeiten wir jedoch gemeinsam da wo wir heute sind. In der Gegenwart. Viele Pferdebesitzer wollen gerne das warum kennen. Warum ist ihr Pferd heute so ängstlich oder aggressiv oder abgewandt? Aber wir können die Uhr nicht zurückdrehen, nur weil wir das Warum kennen. Und Pferde leben im Hier und Jetzt. Nur hier können wir kommunizieren und auch heilen.
Oft habe ich mir bei der gemeinsamen Arbeit mit einem Pferde-Menschen-Paar jedoch schon gewünscht, ein wenig die Energien der Geschichte weg wedeln zu können, damit die Beiden es mit ihren Bemühungen und Veränderungen im Hier und Jetzt ein wenig leichter haben.
Tja und manchmal liegen die Dinge ganz nah. Meine liebe Freundin Sandy absolviert gerade ihre Ausbildung zur Akupunkteurin mit Schwerpunkt Pferd. Wie das Leben manchmal so spielt. 😉 Die Akupunktur bietet uns eine wunderbare und vor allem zeitübergreifende Möglichkeit des Heilens sowohl auf körperlicher und seelisch-mentaler Ebene. Für mich eine Möglichkeit das Pferd sowohl bei körperlichen Problemen begleitend zu unterstützen aber zum Beispiel auch Veränderungen besser annehmen zu können, sich mehr zuzutrauen, in stressigen Situationen nicht aus der Haut zu fahren. Wir müssen hier nicht genau wissen was, wie, warum passiert ist, denn „behandelt“ werden die durch vergangene Störungen aus dem Fluss geratenen Körperenergien des Pferdes, dass heute vor uns steht. Kein weg wedeln also, sondern ein wieder in den Fluss bringen der Energie, die gestockt oder blockiert ist.
Und am Ende schließt sich da für mich der Kreis. Als Horsemanship-Trainerin beschäftige ich mich mit der Kommunikation der Pferde. Einer Körpersprache mittels Energie. Hier fühle ich schnell ein zuviel oder zuwenig an Energie, bemerke wo keine Antwort kommt oder eine, die mit meiner Frage an das Pferd gar nichts zu tun hatte. Was liegt also näher als mal zu schauen, was passiert, wenn wir den körpereigenen Energiefluss des Pferdes unterstützen? 

Mit meiner Peppa haben wir nun die „Nadelprobe“ gestartet. Ein klassisches Beispiel dafür, wie ein Störung von außen nach innen gewandert ist. Ich bin gespannt und werde dann mal berichten! 

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