Warum?

Das rennende, schnaubende, buckelnde Pferd ist für viele Reiter unter dem Sattel, beim Führen oder auch an der Longe erst einmal ein Horror. Es sei denn, das eigene Pferd schwebt mit erhobenen Schweif und geblähten Nüstern über die Koppel oder beim geplanten Freilauf um uns herum. So können wir es nämlich ungefährdet bewundern. 😉 Das bedeutet aber, dass wir diesen Teil unserer Pferde nicht mitleben können oder eben nur von außen beobachten. Am Ende bleibt oftmals sogar auch ein wenig Angst vor der „Rakete“, die wir in diesen Momenten sehen. Und die Angst hemmt im Umgang mit dem Pferd.

Doch wie kann es anders gehen?
Zum Beispiel mit Freiarbeit!

Ich arbeite meine Pferde viel frei. Hier kann ich gemeinsam mit meinen Pferden mit Energie spielen, Energie lenken und mich mit dem Pferd gemeinsam auspowern. Und ohne Seil bin ich noch einmal mehr gefordert mich für das Pferd verständlich auszudrücken und meine Energie gezielt einzusetzen. Für mich ist die freie Arbeit mit dem Pferd eine wichtige Basis der Ausbildung von Pferden. Aber eben auch von Reitern. Bei der freien Arbeit kann der Reiter sein Pferd kennen-, einschätzen und vor allem auch lenken lernen. Er kann am Boden mit dem Pferd mithalten, auch wenn er nicht ganz so fit im Sattel ist. Und vor allem kann auch mal viel Energie gefordert werden, ohne Sorge haben zu müssen, sich im Sand sitzend wieder zu finden. Denn viel Energie im Pferd bedeutet nicht zwangsläufig Kontrollverlust. So entsteht Spaß an der Energie des Pferdes. Und auch das Pferd kann seinen Reiter einmal anders erleben. Das imponiert!

Und wenn dann der Punkt erreicht ist, an dem wir unser Pferd zu uns rufen und es auf uns zu galoppiert kommt, mit geblähten Nüstern vor uns stoppt und sagt: „Bin da, was machen wir jetzt?“, können wir uns sicher sein, es ist im Kopf voll bei uns, bereit mit uns Energie einzusetzen und nicht gegen uns.

(Auf den Bildern sind meine Peppa und ich beim Spiel mit Energie)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.