Ich arbeite…
reitweisenübergreifend – denn ein Pferd ist ein Pferd 

Ein Pferd ist in Wesen und Biomechanik erst einmal einfach ein Pferd, unabhängig davon ob ein klassischer Dressursattel, ein Barocksattel, ein Bareback-Pad oder ein Westernsattel auf ihm liegen. Außerdem haben meiner Erfahrung nach die unterschiedlichen „Disziplinen“ und Ausbildungswege viel weniger Unterschiede als gemeinhin in unseren Köpfen existieren und sind in ihrer vorhandenen Unterschiedlichkeit in Bezug auf die Ausbildung des Pferdes und des Reiters eher sehr befruchtend.

methodisch vielfältig – denn es gibt nicht immer nur den einen Weg

Tatsächlich bringt natürlich jedes Pferd durch Rasse, Talent, Temperament, Gebäude, Erfahrungen oder auch Alter unterschiedliche Veranlagungen und Voraussetzungen mit. Wichtiger als die Frage nach der einen richtigen Disziplin, der besten Methode, dem einen richtigen Werkzeug, ist für mich immer die gute Begründung einer bestimmten Wahl. Und der Maßstab einer guten Wahl sollte immer das Pferd und sein Reiter sein. Die Möglichkeiten von Reiter und Pferd bestimmen die Wahl des „richtigen“ Weges.

lösungsorientiert – aber die Lösung liegt nicht immer offensichtlich im Problem

Oft führt eher ein Umweg zum eigentlichen Ziel. Genauso vielfältig wie meine Arbeit mit den Pferden sind auch meine Ideen vom Problem und dessen mögliche Lösungen. Ein Verladeproblem muss dabei nicht immer durch verladen gelöst werden und ein Pferd das nicht durch Pfützen geht, muss eben nicht unbedingt durch Pfützen gehen üben. Nicht jedes Problem im Sattel kann und muss auch im Sattel gelöst werden. Eine funktionierende Kommunikation mit dem Pferd beginnt am Boden, denn was am Boden schon nicht klappt, wird im Sattel auch nicht besser. Stimmen allerdings hier die Basics, so löst sich so manches Problem ganz einfach und buchstäblich in Luft auf. 🙂

leicht – denn Spaß ist das Ziel

Mein Ziel ist ein freies, durchlässiges, leichtes Arbeiten mit dem Pferd. Ein Reiter der mit seinem Pferd sowohl am Boden als auch im Sattel durch die Energie seiner Gedanken und seines Körpers kommuniziert. Abwechslung bei der Arbeit sorgt dabei dafür, dass Reiter und Pferd sich nicht immer an den gleichen Übungen ermüden oder festfahren, verborgene Talente entdeckt werden können und Reiter und Pferd sich immer mal wieder an etwas Neuem ausprobieren dürfen. Wir üben also gemeinsam und üben bedeutet, dass auch öfter mal was schief geht und darüber darf auch mal gelacht werden! Denn das Zusammensein und Arbeiten mit dem Pferd soll vor allem eins: verdammt viel Spaß machen!

verändernd – denn Arbeit mit Pferden ist Arbeit an uns selbst

Wir Pferdemenschen beschäftigen uns oft damit, was das Pferd nicht macht oder eben macht, obwohl wir es nicht wollen. Der Fokus ist dabei auf das Pferd und sein Verhalten, seine Kommunikation gerichtet. Der Mensch und das was er tut oder eben nicht tut (auch aus Angst einen Fehler zu machen) bleibt dabei außen vor. Doch unsere Entwicklung findet immer da statt, wo wir Grenzen mit dem Pferd erreichen. Deshalb reicht es nicht nur Methoden und Werkzeuge bereit zu stellen, um unsere Probleme mit dem Pferd zu lösen. Wir nehmen nämlich immer auch unsere inneren Einstellungen, mentalen Blockaden und körperlichen Grenzen mit in den Stall. Als Coach gehe ich in meiner Arbeit deshalb ein Stück weiter: Ich begreife die Arbeit mit dem Pferd als Arbeit an unseren Grenzen und helfe Werkzeuge und Methoden mit Gefühl und passender innerer Einstellung zu beleben. Und wenn es dann mit dem Pferd klappt, werden oftmals auch im Leben außerhalb des Pferdestalls einige Veränderungen spürbar.