Neues von Pete

Neues von Pete. Er ist ein Reitpferdchen und vor allem ein „Macht-super-viel-Spaß-Pferdchen“ geworden. 🙂 Und so habe ich fast immer ein Lächeln auf den Lippen, wenn wir was zusammen machen. Pete kann nun alles, was ihn auf seine neue Aufgabe als Freizeitpartner vorbereitet und eigentlich hat er viel mehr gelernt als in schöner Selbsthaltung am Seil zu laufen, einen Reiter zu tragen und mit diesem Vorwärts, Seitwärts, Rückwärts, Trallala zu gehen. Da er super übermotiviert, rattenschlau und megaungeduldig ist, hat er bei mir vor allem zuhören und auch mal abschalten gelernt. Weil er auf alles Ungewohnte (schnelle Bewegungen, Berührungen), was er nicht verstand, mit Aggression reagiert hat, hat er bei mir verstehen und Alternativreaktionen gelernt. Weil er Kleinigkeiten immer bierernst genommen hat, haben wir auch einfach viel zusammen gespielt und Quatsch gemacht. Jetzt kann er die Menschenwelt besser verstehen, die Dinge besser einordnen und auch mal ein Auge zudrücken, wenn ihm etwas komisch vorkommt. Und einfach das sein, was er ist: Ein ganz tolles, sensibles und zugewandtes Pferd.

Meine Version der Sonntagsarbeit

Als Selbstständige mit Pferden ist im Sommer echt was los und wenig Zeit fürs eigene pferdische. Das Ende meiner eigenen Pferdesommerpause habe ich gestern eingeläutet. Da bin ich zum Tagesabschluss noch mal ganz flott auf den Bosse gehopst und hab mich erinnert… an diesen Schnappschuss vom letzten Jahr. Meine Version der Sonntagsarbeit im August 2016: Noch mal schnell inlusiver schicker Gartenclogs mit dem Pony an den ersten Piaffetritten gefeilt. 😜
Gestern ohne Gartenclogs – dafür flott mit Führstrick als Halsring ausgestattet. Leider oder vielleicht auch zum Glück nicht geschnappschusst. 

Und Ausbildung macht Spaß

Begleitet mich nun seit 3 Wochen und noch für einige weitere Wochen… der Pete. Oder eher ich begleite ihn, auf dem Weg zum Reitpferd. Äh -pony. Denn endlich habe ich tatsächlich mal was handlicheres für mich kleinen Menschen zum anreiten bekommen und dabei ist der Pete auch noch sehr lernwillig und aufmerksam. Tolles Pferdchen! Und ich merke mal wieder: Pferdeausbildung macht einfach unglaublich viel Spaß. 

Kidscamp Sommer 2017 die Erste

Ja, so fühlt, riecht und hört sich der Sommer (an). Dreckigste Hosen, strubbeligste Haare, Gelächter und Grillen zirpen, Mist unter den Fingernägeln, ständig eine warme Ponynüster nur eine Armlänge entfernt, Marshmallows am Grill. Ja ich bin und bleib eben ein Pferdemädchen. Kindercamp Nummer 1 geschafft. Und wieder hat es sich wie Urlaub angefühlt. Das mit euch Kindern und Pferden sein. Dankeschön dafür! Kindercamp Nummer 2 folgt dann in 2 Wochen, ich freu mich. 

Pferdekommunikationskino – Herzlich Willkommen Merry!

Wir haben Zuwachs in der Herde bekommen. Meine liebe Reitbeteiligung Hannah hat sich nämlich den Traum vom eigenen Pferd erfüllt und wir sind jetzt noch bunter. Zum Gray, brown, bay roan tobiano, dark buckskin tobiano, black tobiano haben wir jetzt noch dieses bunte Tierchen in der Herde. Alle zusammen auf der Koppel sehen aus wie eine süße Indianerponyherde. Voll cool!
Der spannendste Teil an der Neuankömmlingin war für mich jedoch vorerst die Herdenintegration. So wahnsinnig viel direkte, gut zu beobachtende Pferdesprache. Jedes meiner Ponies in der Herde hat hier noch einmal sehr deutlich gezeigt, mit welchen Strategien es solch ungewohnte Situationen bewältigt, wer in der Herde Verantwortung übernimmt oder wer vermittelt. Nach zwei spannenden Tagen auf dem Stuhl im Paddock und inzwischen zwei Wochen „Nachsorgebeobachtung“ bin ich wieder einmal um einige Erkenntnisse und Fragen reicher und kann zufrieden behaupten: Integration geglückt! (Und mein Bosse hat mit dieser weiteren Stute endlich seinen lang ersehnten Harem.🙂)

Die Sache mit dem Steigen

Sibby: „Hä, was willst Du? Ach so, nur rumzappeln. Aber bitte nicht am Kopf treffen!“
Während Mia etwas irritiert und deprimiert ist, denn eigentlich wollte sie doch, dass das Pony brav Männchen macht, bin ich sehr zufrieden. Denn mit dem Steigen ist es so eine Sache. Schließlich soll das Pony nur Männchen machen, wenn Mensch danach fragt und nicht demnächst jedes Mal, wenn er diese Einlage selbst sehr lustig findet. Der Süße hat hier gerade die vierte Einheit Steigen und was auf den lustigen Bildern zu sehen ist, ist etwas sehr wichtiges. Er unterscheidet. In der ersten Einheit war er so begeistert von seinem Können auf zwei Beinen, dass er quasi nur noch auf den Hinterbeinen unterwegs sein wollte. Einheit zwei und drei beschäftigten sich deshalb vor allem mit dem präzisieren der Einwirkung. Der kleine Sibby musste trennen. Wann ist Steigen gemeint und wann nicht. Und ganz wichtig: Steigen ist nur dann begrüßt und vor allem akzeptiert, wenn Mensch präzise danach gefragt hat. Schließlich arbeiten auch Kinder mit dem kleinen Scheckmonster und ich möchte nicht, dass diese plötzlich seine puscheligen Füße im Gesicht haben. Und zum Schluß zeigt er bei mir dann noch sein ganzes Können. Feines Pony!

   

Nadelproben – Horsemanship meets Akupunktur

Ich lerne viele Pferde kennen und jedes davon hat so seine Geschichte. Einige Pferde eine kürzere, einige haben eine längere Geschichte. Sowohl mit ihrem Besitzer als auch aus der Zeit vor diesem. Manche Pferde haben auch eine unbekannte Geschichte. Diese ganzen Geschichten wirken sich körperlich und auch seelisch-mental auf das Pferd aus und machen es mit zu dem Pferd, das nun heute vor uns steht.
Wenn ich dann Pferd und Besitzer treffe und mit ihnen arbeite, arbeiten wir jedoch gemeinsam da wo wir heute sind. In der Gegenwart. Viele Pferdebesitzer wollen gerne das warum kennen. Warum ist ihr Pferd heute so ängstlich oder aggressiv oder abgewandt? Aber wir können die Uhr nicht zurückdrehen, nur weil wir das Warum kennen. Und Pferde leben im Hier und Jetzt. Nur hier können wir kommunizieren und auch heilen.
Oft habe ich mir bei der gemeinsamen Arbeit mit einem Pferde-Menschen-Paar jedoch schon gewünscht, ein wenig die Energien der Geschichte weg wedeln zu können, damit die Beiden es mit ihren Bemühungen und Veränderungen im Hier und Jetzt ein wenig leichter haben.
Tja und manchmal liegen die Dinge ganz nah. Meine liebe Freundin Sandy absolviert gerade ihre Ausbildung zur Akupunkteurin mit Schwerpunkt Pferd. Wie das Leben manchmal so spielt. 😉 Die Akupunktur bietet uns eine wunderbare und vor allem zeitübergreifende Möglichkeit des Heilens sowohl auf körperlicher und seelisch-mentaler Ebene. Für mich eine Möglichkeit das Pferd sowohl bei körperlichen Problemen begleitend zu unterstützen aber zum Beispiel auch Veränderungen besser annehmen zu können, sich mehr zuzutrauen, in stressigen Situationen nicht aus der Haut zu fahren. Wir müssen hier nicht genau wissen was, wie, warum passiert ist, denn „behandelt“ werden die durch vergangene Störungen aus dem Fluss geratenen Körperenergien des Pferdes, dass heute vor uns steht. Kein weg wedeln also, sondern ein wieder in den Fluss bringen der Energie, die gestockt oder blockiert ist.
Und am Ende schließt sich da für mich der Kreis. Als Horsemanship-Trainerin beschäftige ich mich mit der Kommunikation der Pferde. Einer Körpersprache mittels Energie. Hier fühle ich schnell ein zuviel oder zuwenig an Energie, bemerke wo keine Antwort kommt oder eine, die mit meiner Frage an das Pferd gar nichts zu tun hatte. Was liegt also näher als mal zu schauen, was passiert, wenn wir den körpereigenen Energiefluss des Pferdes unterstützen? 

Mit meiner Peppa haben wir nun die „Nadelprobe“ gestartet. Ein klassisches Beispiel dafür, wie ein Störung von außen nach innen gewandert ist. Ich bin gespannt und werde dann mal berichten! 

Kurstag auf dem Waidhof…

Meinen Ponies Frühstück gereicht und einen „Guten Morgen“ gewünscht und los ging es zum Waidhof in Molschleben und Nadine von Saal. Es war ein wunderschöner Kurstag mit ganz tollen und wie immer einzigartigen Pferden. Und vor allem großartigen Pferdemenschen, die ihren Vierhufern sehr zugewandt sind. Viel hat vor meinen Augen begonnen an dem Tag und ich bin ganz „reich und satt“ von den vielen schönen Augenblicken wieder nach Hause gefahren.

AND THE NOMINEES ARE…

Mia und Charly (und ganz am Rand ab und an auch meine Wenigkeit). 😉
Da schaffen es meine Mia & der Charly doch tatsächlich auf die Kinoleinwand. Denn der bezaubernde, kleine Film über mein Mädchen mit ihrem wunderbaren ersten Pony ist tatsächlich beim kommenden 25. Deutschen Kinder-Medienfestival für den Preis Goldener Spatz in der Kategorie „Info/Doku“ nominiert worden. So fahren wir dann im Juni nach Erfurt und werden diesen unglaublich schönen Sommer 2016, mit unserem ersten Mama-Tochter-Wanderritt, noch einmal gemeinsam auf ganz großer Leinwand erleben dürfen. Megaaaaa! 🙂
Und wer vorher schon mal schauen mag. Hier der Link zur Mediathek:
http://www.mdr.de/…/sendung701826_ipgctx-false_zc-ba8902b5_…

Youngsters unter sich

Nein, nicht ganz unter sich.
Beide brauchen natürlich noch Anleitung und einen passenden Rahmen, dann können sie sich gegenseitig jedoch schon einiges geben.
Wo die Basics gut sitzen, kann Mia jetzt schon mal bei Amy reinfühlen, wie sich Durchlässigkeit bei solch einem fein gearbeiteten Pferd anfühlt und wie sie Energie passend einsetzen kann. Da kommt es dann eben auch vor, dass sie gar keine Antwort auf eine Anfrage bei Amy erhält, weil sie mehr „gehampelt“ als klare Kommunikation gesendet hat. Und wenn dann der kleine Wüterich in der Mia hoch kommt, geht halt auch mein Powertierchen Amy recht schnell hoch. Dann steht Mia plötzlich vor der Wahl, innerlich runterzuschalten oder eben einen kleinen falben Raserich am Seil zu haben. Schön ist es dann zu sehen, wie beachtenswert Mia sich runterfährt und von Amy ein sofortiges positives Feedback bekommt. Gut ist es auch für mich, übernimmt das Pony doch ganz lässig elterliche Pflichten. 😉
Die Amy die anfangs schon ein an der Nase kratzen oder ein räuspern von mir vollkommen aus der Fassung gebracht hat, entscheidet inzwischen ganz klar, wann sie gemeint ist. Manchmal auch schon fast ein wenig zu cool, wann sie ihrer Meinung nach nicht gemeint sein kann. Mit Mia lernt sie noch ein paar weitere unwillkürliche Reaktionen kennen und auch, dass das Menschlein halt manchmal ein bisschen nuschelt statt Klartext zu reden. Und das diesem Dialekt trotzdem eine Antwort von ihr gebührt und ein Ignorieren vielleicht nicht in jeder Situation immer die passende Antwort ist.
Und wie die Beiden so vor sich hin spielen und sich einpendeln und vor meinen Augen toll anfangen miteinander zu kommunizieren, bin ich natürlich total menschemama- und ponyausbildermäßig stolz beim zusehen. 🙂 Und auch das Herz des Coaches hüpft, darf ich doch mal wieder live erleben, was wir Menschen alles gemeinsam mit Pferden erleben, entwickeln und lernen dürfen.

Bist Du schon in Balance oder ärgerst Du Dich noch?

Das untenstehende Bild ist inspiriert von meinem Herzensthema entstanden. Mit dem Wochenendworkshop Entwickeln: „Horsemanship als persönlicher Entwicklungsprozess – Das Thema Balance“ unternehme ich einen Versuch. Timing, Feeling und Balance, die drei großen Qualitäten einer Horse(wo)man werde ich als Coach unter die Lupe nehmen. Mit Timing und Feeling gibt es in der Praxis meist nicht so viele Verständnisprobleme. Aber wie ist es mit der Balance? Ok, balanciert sollte der Reiter auf dem Pferd sitzen. Ausgeglichen sollte auch das Training des Pferdes sein. Aber wie steht es mit unserer Kommunikation mit dem Pferd, sind wir hier wirklich in Balance? Oder manchmal vielleicht doch zu fordernd weil ärgerlich, manchmal wenig souverän weil unsicher, manchmal einfach etwas schnell weil wenig in uns ruhend? Alles was ich in den letzten Jahren als Coach, Teamentwicklerin und auch als Führungskraft im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung gelernt habe, ist in diesen Workshop mit eingeflossen. Lass Dich also überraschen, was der Kommunikationspsychologe Schulz von Thun zur Verbesserung Deiner Mensch-Pferd-Kommunikation beitragen kann. Und warum wahre Horse(wo)man tatsächliche „Meister der Pole“ sind.

Ich freu mich auf Dich!

Vom Winde verweht und glücklich vom Kind geschnappschusst.

Denn mein kleines, tolles Powertierchen Amy entwickelt sich nicht nur brusttechnisch zum kleinen Pitbull-Paint. Ein Jahr nachdem ich mein kleines, hypersensibles, 5-jähriges Fluchttier ohne Fohlen-ABC zu mir geholt habe, ist sie auch innerlich enorm gewachsen. Sie kommt an, das Gewitter in ihrem Kopf wird immer seltener und ich darf im Sattel kleine, großartige Ausblicke darauf genießen, wie es sich anfühlt, wenn sie ihre unglaubliche Energie, Balance, Beweglichkeit und ja, sogar Coolness, für mich einsetzt. Großartig! 🙂

Ich bin für mehr Freude am Spiel mit Energie :)

Warum?

Das rennende, schnaubende, buckelnde Pferd ist für viele Reiter unter dem Sattel, beim Führen oder auch an der Longe erst einmal ein Horror. Es sei denn, das eigene Pferd schwebt mit erhobenen Schweif und geblähten Nüstern über die Koppel oder beim geplanten Freilauf um uns herum. So können wir es nämlich ungefährdet bewundern. 😉 Das bedeutet aber, dass wir diesen Teil unserer Pferde nicht mitleben können oder eben nur von außen beobachten. Am Ende bleibt oftmals sogar auch ein wenig Angst vor der „Rakete“, die wir in diesen Momenten sehen. Und die Angst hemmt im Umgang mit dem Pferd.

Doch wie kann es anders gehen?
Zum Beispiel mit Freiarbeit!

Ich arbeite meine Pferde viel frei. Hier kann ich gemeinsam mit meinen Pferden mit Energie spielen, Energie lenken und mich mit dem Pferd gemeinsam auspowern. Und ohne Seil bin ich noch einmal mehr gefordert mich für das Pferd verständlich auszudrücken und meine Energie gezielt einzusetzen. Für mich ist die freie Arbeit mit dem Pferd eine wichtige Basis der Ausbildung von Pferden. Aber eben auch von Reitern. Bei der freien Arbeit kann der Reiter sein Pferd kennen-, einschätzen und vor allem auch lenken lernen. Er kann am Boden mit dem Pferd mithalten, auch wenn er nicht ganz so fit im Sattel ist. Und vor allem kann auch mal viel Energie gefordert werden, ohne Sorge haben zu müssen, sich im Sand sitzend wieder zu finden. Denn viel Energie im Pferd bedeutet nicht zwangsläufig Kontrollverlust. So entsteht Spaß an der Energie des Pferdes. Und auch das Pferd kann seinen Reiter einmal anders erleben. Das imponiert!

Und wenn dann der Punkt erreicht ist, an dem wir unser Pferd zu uns rufen und es auf uns zu galoppiert kommt, mit geblähten Nüstern vor uns stoppt und sagt: „Bin da, was machen wir jetzt?“, können wir uns sicher sein, es ist im Kopf voll bei uns, bereit mit uns Energie einzusetzen und nicht gegen uns.

(Auf den Bildern sind meine Peppa und ich beim Spiel mit Energie)