AND THE NOMINEES ARE…

Mia und Charly (und ganz am Rand ab und an auch meine Wenigkeit). 😉
Da schaffen es meine Mia & der Charly doch tatsächlich auf die Kinoleinwand. Denn der bezaubernde, kleine Film über mein Mädchen mit ihrem wunderbaren ersten Pony ist tatsächlich beim kommenden 25. Deutschen Kinder-Medienfestival für den Preis Goldener Spatz in der Kategorie „Info/Doku“ nominiert worden. So fahren wir dann im Juni nach Erfurt und werden diesen unglaublich schönen Sommer 2016, mit unserem ersten Mama-Tochter-Wanderritt, noch einmal gemeinsam auf ganz großer Leinwand erleben dürfen. Megaaaaa! 🙂
Und wer vorher schon mal schauen mag. Hier der Link zur Mediathek:
http://www.mdr.de/…/sendung701826_ipgctx-false_zc-ba8902b5_…

Youngsters unter sich

Nein, nicht ganz unter sich.
Beide brauchen natürlich noch Anleitung und einen passenden Rahmen, dann können sie sich gegenseitig jedoch schon einiges geben.
Wo die Basics gut sitzen, kann Mia jetzt schon mal bei Amy reinfühlen, wie sich Durchlässigkeit bei solch einem fein gearbeiteten Pferd anfühlt und wie sie Energie passend einsetzen kann. Da kommt es dann eben auch vor, dass sie gar keine Antwort auf eine Anfrage bei Amy erhält, weil sie mehr „gehampelt“ als klare Kommunikation gesendet hat. Und wenn dann der kleine Wüterich in der Mia hoch kommt, geht halt auch mein Powertierchen Amy recht schnell hoch. Dann steht Mia plötzlich vor der Wahl, innerlich runterzuschalten oder eben einen kleinen falben Raserich am Seil zu haben. Schön ist es dann zu sehen, wie beachtenswert Mia sich runterfährt und von Amy ein sofortiges positives Feedback bekommt. Gut ist es auch für mich, übernimmt das Pony doch ganz lässig elterliche Pflichten. 😉
Die Amy die anfangs schon ein an der Nase kratzen oder ein räuspern von mir vollkommen aus der Fassung gebracht hat, entscheidet inzwischen ganz klar, wann sie gemeint ist. Manchmal auch schon fast ein wenig zu cool, wann sie ihrer Meinung nach nicht gemeint sein kann. Mit Mia lernt sie noch ein paar weitere unwillkürliche Reaktionen kennen und auch, dass das Menschlein halt manchmal ein bisschen nuschelt statt Klartext zu reden. Und das diesem Dialekt trotzdem eine Antwort von ihr gebührt und ein Ignorieren vielleicht nicht in jeder Situation immer die passende Antwort ist.
Und wie die Beiden so vor sich hin spielen und sich einpendeln und vor meinen Augen toll anfangen miteinander zu kommunizieren, bin ich natürlich total menschemama- und ponyausbildermäßig stolz beim zusehen. 🙂 Und auch das Herz des Coaches hüpft, darf ich doch mal wieder live erleben, was wir Menschen alles gemeinsam mit Pferden erleben, entwickeln und lernen dürfen.

Bist Du schon in Balance oder ärgerst Du Dich noch?

Das untenstehende Bild ist inspiriert von meinem Herzensthema entstanden. Mit dem Wochenendworkshop Entwickeln: „Horsemanship als persönlicher Entwicklungsprozess – Das Thema Balance“ unternehme ich einen Versuch. Timing, Feeling und Balance, die drei großen Qualitäten einer Horse(wo)man werde ich als Coach unter die Lupe nehmen. Mit Timing und Feeling gibt es in der Praxis meist nicht so viele Verständnisprobleme. Aber wie ist es mit der Balance? Ok, balanciert sollte der Reiter auf dem Pferd sitzen. Ausgeglichen sollte auch das Training des Pferdes sein. Aber wie steht es mit unserer Kommunikation mit dem Pferd, sind wir hier wirklich in Balance? Oder manchmal vielleicht doch zu fordernd weil ärgerlich, manchmal wenig souverän weil unsicher, manchmal einfach etwas schnell weil wenig in uns ruhend? Alles was ich in den letzten Jahren als Coach, Teamentwicklerin und auch als Führungskraft im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung gelernt habe, ist in diesen Workshop mit eingeflossen. Lass Dich also überraschen, was der Kommunikationspsychologe Schulz von Thun zur Verbesserung Deiner Mensch-Pferd-Kommunikation beitragen kann. Und warum wahre Horse(wo)man tatsächliche „Meister der Pole“ sind.

Ich freu mich auf Dich!

Vom Winde verweht und glücklich vom Kind geschnappschusst.

Denn mein kleines, tolles Powertierchen Amy entwickelt sich nicht nur brusttechnisch zum kleinen Pitbull-Paint. Ein Jahr nachdem ich mein kleines, hypersensibles, 5-jähriges Fluchttier ohne Fohlen-ABC zu mir geholt habe, ist sie auch innerlich enorm gewachsen. Sie kommt an, das Gewitter in ihrem Kopf wird immer seltener und ich darf im Sattel kleine, großartige Ausblicke darauf genießen, wie es sich anfühlt, wenn sie ihre unglaubliche Energie, Balance, Beweglichkeit und ja, sogar Coolness, für mich einsetzt. Großartig! 🙂

Ich bin für mehr Freude am Spiel mit Energie :)

Warum?

Das rennende, schnaubende, buckelnde Pferd ist für viele Reiter unter dem Sattel, beim Führen oder auch an der Longe erst einmal ein Horror. Es sei denn, das eigene Pferd schwebt mit erhobenen Schweif und geblähten Nüstern über die Koppel oder beim geplanten Freilauf um uns herum. So können wir es nämlich ungefährdet bewundern. 😉 Das bedeutet aber, dass wir diesen Teil unserer Pferde nicht mitleben können oder eben nur von außen beobachten. Am Ende bleibt oftmals sogar auch ein wenig Angst vor der „Rakete“, die wir in diesen Momenten sehen. Und die Angst hemmt im Umgang mit dem Pferd.

Doch wie kann es anders gehen?
Zum Beispiel mit Freiarbeit!

Ich arbeite meine Pferde viel frei. Hier kann ich gemeinsam mit meinen Pferden mit Energie spielen, Energie lenken und mich mit dem Pferd gemeinsam auspowern. Und ohne Seil bin ich noch einmal mehr gefordert mich für das Pferd verständlich auszudrücken und meine Energie gezielt einzusetzen. Für mich ist die freie Arbeit mit dem Pferd eine wichtige Basis der Ausbildung von Pferden. Aber eben auch von Reitern. Bei der freien Arbeit kann der Reiter sein Pferd kennen-, einschätzen und vor allem auch lenken lernen. Er kann am Boden mit dem Pferd mithalten, auch wenn er nicht ganz so fit im Sattel ist. Und vor allem kann auch mal viel Energie gefordert werden, ohne Sorge haben zu müssen, sich im Sand sitzend wieder zu finden. Denn viel Energie im Pferd bedeutet nicht zwangsläufig Kontrollverlust. So entsteht Spaß an der Energie des Pferdes. Und auch das Pferd kann seinen Reiter einmal anders erleben. Das imponiert!

Und wenn dann der Punkt erreicht ist, an dem wir unser Pferd zu uns rufen und es auf uns zu galoppiert kommt, mit geblähten Nüstern vor uns stoppt und sagt: „Bin da, was machen wir jetzt?“, können wir uns sicher sein, es ist im Kopf voll bei uns, bereit mit uns Energie einzusetzen und nicht gegen uns.

(Auf den Bildern sind meine Peppa und ich beim Spiel mit Energie)

Gebisslos oder Nicht-gebisslos?

Für meine Kundschaft immer wieder ein Thema. Mich sieht man viel mit Knotenhalfter, auch mal ganz ohne was und doch recht selten mit Gebiss am Pferd. Da entschuldigt sich dann der ein oder andere bei mir mal für das Metall im Mund seines Pferdes, könnte man doch auf die Idee kommen, ich bin genereller Gebisslos-Verfechter. Geht übrigens auch andersrum! Da wird dann nicht entschuldigt sondern beschuldigt. Dann bin ich so eine alternative Hippiereiterin und gefährde den öffentlichen Frieden und natürlich die Sicherheit Anderer durch meine gebisslose Reiterei.

Aber wie ist das denn nun, ist gebisslos gleich pferdefreundlich!? Und ist der Reiter ohne Metall im Mund seines Pferdes schon mal moralisch im Recht? Oder eben andersrum?
Nun, ich bin kein Verfechter! Weder vom einen noch vom anderen und weder Moral noch reiterliche Befindlichkeiten sollten hier eine Rolle spielen.
Ich bin eher für die gute Begründung einer Wahl.
Und die Begründung liegt für mich erstmal beim Pferd und seinen körperlichen Anlagen und seinen Möglichkeiten des Lernens.
Meine Ausbildungspferde werden in der Regel erst gebisslos mit Knotenhalfter, dann kurz mit einer Kombination von Gebiss und Knotenhalfter und dann auch nur mit Gebiss ausgebildet. Das mache ich so, weil der Druck des Knotenhalfters vom Pferd am Anfang besser anzunehmen ist, als das Gebiss. Mit dem Knotenhalfter erkläre ich schon einiges am Boden, was ich in der Folge einfach eins zu eins mit in den Sattel nehme. So hat das Pferd trotz der ungewohnten neuen Situation, mit mir als Fracht auf dem Rücken, zum Teil schon gewohnte Hilfen mit denen wir uns gut verständigen können. Am Ende der Grundausbildung verstehen sie dann beides gut, sowohl gebisslos als auch Nicht-gebisslos. Dann ist es der Wahl des zukünftigen Reiters überlassen, wie er weiter machen möchte.
Im weiteren Ausbildungsverlauf reite ich meine Pferde trotzdem vor allem gebisslos, weil ich schlichtweg gerne gebisslos reite. Es ist außerdem ein Selbstversuch. Mich interessiert, wie weit ich mit meinen Pferden mit der gebisslosen Ausbildung komme. Welche Vor- und Nachteile ich entdecke. Am Ende sehe ich das Gebiss als sehr feines Kommunikationsmittel und Hilfsmittel für Reiter und Pferd, das ich mir gern lange aufspare, zum verfeinern und besseren erklären. Ich schätze das Gebiss zum Beispiel für die Möglichkeit durch Abkauübungen dem Pferd beim lösen des Kiefers zu helfen. So kann zum Beispiel eine korrekte Stellung doch leichter vermittelt werden als ohne das Gebiss. So nach dem Motto: „Guck mal hier, gib da mal so nach, das geht dann viel leichter.“
Statt also generell für das eine oder andere zu sein, sollte jeder Reiter für sich prüfen, wie er ein „Hilfmittel“ wie das Gebiss handhabt. Das bedeutet, dass ich die Wirkung kenne und weiß, was ich damit erreichen möchte und warum. Ist dieses Ziel auch ein pferdefreundliches Ziel? Mich vielleicht dann auch gegen ein bestimmtes Hilfsmittel entscheide und einem anderen dem Vorzug gebe. Es gehört auch dazu, zu überlegen, ob ich reiterlich in der Lage bin, ein bestimmtes Hilfsmittel korrekt zu handhaben. Auch ein Reiter muss kandarrenreif sein, nicht nur das Pferd.
Es gibt also viel mehr Fragen, die unter Umständen noch interessanter sind, als eine moralische Frage nach gebisslos oder Nicht-Gebisslos. Und am Ende ist eine feine Hand am Gebiss sicherlich pferdefreundlicher als der Dauerzug auf einem gebisslosem Zaum, gleich welcher Art. Und ein gut mit dem Knotenhalfter ausgebildetes Pferd ist im Gelände sicherer zu reiten als ein Pferd, das das Gebiss schlecht verstanden hat und sich gegen die reiterliche Einwirkung wehrt.

Ich halte es da also mit Bent Branderup:

„Dass viele das Werkzeug nicht bedienen können, das können wir ja dem Werkzeug nicht vorwerfen“

Ponyspaß für mein „Inneres Kind“ und wie sich Bosse seinen Reim auf die gestellte Aufgabe macht

Nach der Arbeit mit den ganzen jungen Pferden, habe ich gestern mal was für mein „Inneres Kind“ gemacht. Ich wollte endlich auch mal Schlitten fahren dürfen, nachdem meine ganzen Ponykids so viel Spaß dran haben.

Also Bosse kurzerhand einfach ins Geschirr gebastelt und im Kopf alles durchgegangen, was Pony so wissen müsste, damit es glatt läuft. Führen und Lenken von hinten, Leinen an Füßen, Rattern des Schlittens? Check, sollte klappen! Kurz 50 m mitgelaufen und eingefummelt. Hopp, brr, rechts, links, alles klar. Tolles Pony! Jetzt muss er nur noch ziehen. Draufgestiegen auf den Schlitten und…. nichts. Pony zog kurz an und piaffierte dann munter vor dem Schlitten auf der Stelle. Ich saß derweil auf dem stehenden Schlitten dahinter. Muss mächtig komisch ausgesehen haben. Das Gute daran, ich konnte aus nächster Nähe beobachten, dass er inzwischen auch recht fleißig die Hinterbeine setzt. 😉 Schön, wie er versucht hat, sich einen Reim auf meinen Vorwärtsimpuls und den Druck durchs Geschirr zu machen. Nach ein wenig Versuch und Irrtum sind wir dann doch auch gemeinsam in Fahrt gekommen. Zum Tagesabschluss gab es dann noch ein Ründchen bummeln am Halsring in den Sonnenuntergang. Winter und einfach mal nur Quatsch machen kann so schön sein!

Ausbildungs -„Pferde“ oder höher, breiter, Manni das Mammut.

2016 war für mich (Ponyreiterin) das Jahr der großen Pferde. Fast alle Ausbildungspferde hatten ein Minimumstockmaß über 1,60 m und waren mir kleinem Menschen somit zumindest größentechnisch schon mal über den Kopf gewachsen.  Dann kam zum Jahresabschluss der liebe Balou für die Grundausbildung am Boden, an der Longe und natürlich unterm Sattel zu mir. Gute 1,80 m hoch, vielleicht um die 900 kg schwer. Da bleiben die Ausbildungsinhalte natürlich die gleichen, werden aber noch einmal klarer in ihrer Relevanz. Auch ein solch großes Pferd soll sich ja in Zukunft, genauso easy wie ein gutgehändeltes kleines anfühlen. Dafür müssen mache Sachen dann ordentlich erarbeitet sein, da man sie aufgrund der Größe nicht einfach mal schnell so körperlich durchsetzen kann. Auf den blanken Rücken aufspringen fiel für mich ehrlicherweise dann doch flach. Und Balou brachte größentechnische Spezialitäten mit. Am Anfang galt es am Boden zum Beispiel auch den Luftraum über sich im Blick zu behalten, denn Balou agierte gerne mal sprichwörtlich über einen hinweg.  Im Handling habe ich dann natürlich besonderen Wert auf das ordentliche Absenken des Kopfes und Schlüpfen ins Halfter gelegt, die gute Aufnahme der Trense, einfaches Hufe heben, das verlässliche Herantreten an jegliche Art von Aufstiegshilfen oder auch ordentliches Stehen an jedem Ort, ein tanzender Riese neben einem fühlt sich einfach mal gar nicht gut an. Da Balou jedoch ordentliches Temperament mit im Gepäck hatte, musste er lernen auf höflichen Abstand zu achten, wenn er nun doch mal tanzen musste. Die Notwendigkeit für Tanzeinlagen zum Spannungsabbau wurde mit fortschreitender Ausbildung allerdings immer geringer. Und was am Ende für mich ganz erstaunlich ist, dieser Riese fühlt sich unterm Sattel gar nicht mal so groß an. Er ist kurz, beweglich, schon super im Gleichgewicht und macht total toll mit, also megaviel Spaß. Danke Kristin Stoll und Torsten Wolff für Euer Vertrauen und Manni das Mammut!

Vor, zurück, zur Seite, ran, herzlich willkommen! Neuanfang!

Wir sind umgezogen und ich halte es da mal mit Clueso: Herzlich Willkommen, Neuanfang!

Und nicht nur Erfurt, Gotha und den Drei Gleichen sind wir jetzt ganz nah in Grabsleben, sondern auch dem Himmel. 😉

Und so genieße ich den Ausblick unwahrscheinlich nachdem wir die letzten Jahre mehr in den schönen Tälern Thüringens unterwegs waren, wo solche Ausblicke jedoch eher selten möglich sind.

Mehr zum neuen Standort erfahrt ihr hier.

 

Und da waren es plötzlich 6…

oder Trallala, Smoked Peppies Tequila aka Peppa ist da.

Manchmal nimmt das Leben komische Wege. Da wollte ich doch ganz langsam Ausschau halten nach einem Pferd, das in Zukunft Bosse und Sibir mit den Reitschülern unterstützt und auch für etwas größere Reiter geeignet ist. An einem Sonntag sind wir dann zu unserem ersten Pferdekaufversuch aufgebrochen und fuhren ziemlich ernüchtert, enttäuscht und reichlich entsetzt vom Hof eines Händlers. Wo wir schon mal in der Gegend sind… drei Telefonate, ein Tipp einer Bekannten  und 20 km später, stehen wir auf der Weide einer kleinen Züchterin und mein Herz macht Purzelbäume. Die in der Sonne silbern schimmernde Stute, die wir von Weitem schon sehen, ist doch tatsächlich eine Halbschwester meiner Amy, gleicher Jahrgang, ungeritten. Wie von mir bestellt!!! Tja, Sonntag angeguckt und Donnerstag abgeholt. Und was soll ich sagen. Es ist so, als ob Peppa schon immer da gewesen wäre und obwohl Amy und Peppa sich nie kennengelernt haben, sind sie bei uns nur noch: „Die Schwestern“ (und zwar ohne den üblichen Geschwisterzank).