ACHTSAMKEIT, Partnerschaft & Kommunikation 🍃

Ein Workshop zum Junggesellinenabschied sollte es sein. Was für ein wunderschöner Auftrag für die Ponies und mich. 🤗
Wir haben miteinander Worte gesammelt, tanzend kommuniziert, mit den Ponies gespielt und am Ende mit rauchenden Köpfen noch so viel gelacht. Mancher voller Energie, mancher einfach sonntagsgroggykuschelbedürftig, laut und leise, die Ponies voller Frühlingsgefühle, es durfte so sein. 🙏
Und am Ende auch herausgefunden, dass Grenzsetzung für sich selbst und eben auch dem Anderen gegenüber ein etwas vergessenes und so wichtiges Thema fürs achtsam, präsent und pferbunden sein ist.
ACHTSAMKEIT, was für ein wunderbares Thema am Pferd. Es wird eine Wiederholung geben, für alle die Lust auf dieses schöne Thema haben, nicht nur für zukünftige Ehefrauen und deren Freundinnen. 😉

  

 

Übers knutschen, lächeln und Zunge rausstrecken ;)

Mia und ich tasten uns derzeit ans fotografieren ran…
Plan: alle drei Ponies hübsch in die Kamera lächelnd mit mir auf einem Foto (ich natürlich auch ein wenig hübsch guckend).
Ergebnis: Ein Pony frisst immer, mindestens eins macht immer ein seltsames Gesicht oder verdeckt mich beim fragenden an mir rumnuscheln („Anne, was machen wir hier eigentlich?“). Und ich? Auch leichte Gesichtsinkontinenz beim Lächeln auf Bestellung, Ponykopf aus dem Gras pflücken und Ponyfragen beantworten.
Gefühlte 500 Fotos später geben wir auf. Und damit die Laune bei allen wieder steigt gibt es eine Runde Quatsch. Und schon sind alle Ponies mit an Board beim wer kann besser knutschen, lächeln und Zunge bekloppt rausstrecken. Tag doch noch gerettet! 😅
👉 Merke: Knutschen, lächeln und auch Zunge raus strecken kann den Tag retten!

Die Sache mit der Pippi Langstrumpf 🤸‍♀️

Ich beobachte die letzten Wochen meine Mia und ihre Peppa und bin irritiert: Irgendwie will ich auch ein bisschen mehr von dem haben, was die Beiden da haben. Mia strahlt die meiste Zeit bis ins Bett hinein vor Freude über all die Geschenke von Peppa. Und Peppa bietet Mia alles mögliche an, um sie zum strahlen zu bringen (und ja, um auch mal was leckeres zu bekommen 😉).
In den letzten Wochen wird aus dem Pferdemenschlein immer mehr ein Pferdemensch und aus der unsicheren Peppa immer mehr die Stute mit echt viel Schalk hinter den Ohren, die in ihr steckt.
Was hat sich verändert? Mia ist schon immer als Pippi unterwegs, spielt unermüdlich mit Peppa. Mia spielte aber schon immer. Das kann es also nicht sein. Neuerdings hat Mia aber auch Ideen bekommen. Eigene Ziele, was sie mit Peppa machen möchte. Dabei macht sie sich viel Gedanken darüber, was Peppa denkt was sie möchte und was Peppa braucht, damit sie ein bestimmtes Ziel erreichen. Sie überlegt, wie sie sich Peppa erklären kann und versucht zu verstehen was Peppa ihr sagt. Und experimentiert eine Menge. Und ich erinnere mich… an mich.. als Teenager.
Und ich? Ich spiele eigentlich auch so gern ABER manchmal nimmt beim Thema Pferd auch einfach das berufliche überhand und ich plane: Heute Longe, morgen Freiarbeit, bergauf zur Muskelkräftigung muss auch noch sein. Showvorbereitung. Schnell noch mal alle bewegen, nachdem ich schon ein paar Stunden an anderen Pferden „gearbeitet“ habe. Amy muss abnehmen, deshalb bitte alles schweißtreibend.
Leider geht mir da als Erwachsene echt oft die Pippi Langstrumpf flöten!
Balance scheint wie immer das Geheimrezept.
Mia, die kleine Pippi Langstrumpf, ist erwachsener geworden und plant mehr im Spiel.
Und ich Erwachsene? Ich versuche seit ein paar Tagen wieder mehr die Pippi Langstrumpf in mir von der Leine zu lassen und loszulassen von dem vielen MUSS.
Tut gut! Nicht nur mir. Auch meinen Pferden. In diesem Sinne: Zieht ruhig mal zwei verschieden geringelte Socken an, wenn ihr das nächste Mal in den Stall geht und lasst die Pippi von der Leine… 🤸‍♀️

Bild: Mia und Peppa „verschlafen“ die Arbeit miteinander während ich „bierernst“ meine Runden drehe! 😅

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen und im Freien

Liberty meets Academic 🦋

Das Schimmeltierchen und ich haben uns letztes Wochenende weitergebildet bei der wunderbaren Rebecca Dahlgren von Horse Vision AB.
Für mich vor allem recht neu, der Umgang mit zwei Sticks in den Händen. Mit zwei Stäben in den Händen und ohne Halsring war ich doch ein ganzes Stück meiner reiterlichen Selbstverständlichkeiten beraubt. Eine super Erfahrung, denn alle Sitzhilfen mussten von mir doch recht bewusst wieder neu zusammengesetzt werden (und ich bin noch dabei). Und es ist wie es immer ist. Unsere Pferde sind so unglaublich fein. Während ich etwas grobmotorisch mit meinen Stöcken rumhantierte, hat der Bosse jedes „gefuchtelte Wort“ auf die Goldwaage gelegt und zum Glück ist er mir gegenüber recht wohlwollend eingestellt. So hat er mich nur manchmal etwas scheel über die Schulter angeguckt: „Na haste es jetzt verstanden!?“ Ja, hab ich. Es gibt echt so viel zu lernen! Wie schön lernen sein kann, merkt man, wenn es von so einem Menschen wie Rebecca Dahlgren begleitet wird. Sie hat eine wunderbar positive und humorvolle Art Mensch und Pferd zu unterrichten. Danke liebe Nicole Lariviere, dass Du Rebecca aus Schweden zu uns holst und drumherum eine so schöne Lernathmosphäre schaffst. ☺️ Und Danke liebe Anne-Barbara Bernhard. Ich habe schöne Fotos von uns! 🥰

Die Messe in Erfurt 2019

Spaß hat es gemacht, soviel Besuch von lieben Menschen haben Bosse und ich bekommen: Danke dafür! 🤗 Bosse hat einen riesigen Job gemacht, sich täglich mit mir zusammen selbst überwunden. Es war seine dritte öffentliche Veranstaltung und er war immer allein im Ring, ohne Pferdekumpel. Trotz Aufregung unglaublich bemüht mir zuzuhören und ich trotz Aufregung bemüht ihm ein guter Partner im Ring zu sein. Wirklich schön! So ein tolles Pony! 😘
In unserer letzten Demo ist Bosse dann doch ziemlich an seine Grenzen gekommen. Auch mein Pony hat wohl Grenzen und hier beginnen dann eben auch erstmal meine Grenzen.
Bosse ist cool und souverän. Das heißt aber eben nicht, dass ihn alles vollkommen kalt lässt. Und die Souveränität kann sich eben auch darin äußern, dass so ein Pony nach reiflicher Überlegung beschlossen hat, dass der Ring kein guter Ort zum wohlfühlen ist. Ich habe in der Demo beschlossen ihm kleine Sequenzen Aufmerksamkeit abzufordern und einfache rahmende, bekannte Übungen anzubieten in denen er Sicherheit finden kann. Das hat ein wenig Ruhe gebracht, wirkliches Wohlfühlen war für ihn aber nicht mehr möglich. Und auch für mich war wirkliches wohlfühlen und loslassen schwer.
Und auch nicht gefragt. Denn ich musste auf Bosse aufpassen, präsent sein und ihn mehr und klarer führen als in den Demos zuvor. Das war auch für mich neu, denn im Alltag „streiten“ wir uns eher über andere Themen und Bosse braucht meine Führung nicht unbedingt, um Komfort in der Welt zu finden.
Was nehme ich aus all dem mit?
Erst einmal: Für mein Schimmeltier war der 3. Tag schlicht einfach zu viel (in einer Trainingssituation wäre ich nach dem wirklich schön verlaufenen zweiten Tag zufrieden gefahren).
Und dann: Bosses Ressourcen sind nicht unerschöpflich und auch er hat Grenzen. Da wir hier und da weiterhin öffentlich unterwegs sein werden, bin ich somit gefordert einen Weg zu finden, dass mein sonst so stark und verlässlich erscheinendes Pony mir ein wenig mehr Verantwortung abgibt und sich tatsächlich ein wenig mehr auf mich verlässt…
und vielleicht brauchen wir auch einfach nur noch ein wenig Übung, Zeit & Geduld um auch solche Herausforderungen restlos cool und souverän zu meistern. 😉

Erklärbär Anne

…gestern noch beim Training, nächste Woche dann auf der Messe in Erfurt. Das Schimmeltierchen und ich machen uns dann schon mal messefit. Ihr findet uns übrigens im VFD e.V. Ausbildungsring auf dem Außengelände. Und natürlich geht es um meine Lieblingsthemen: Die Menschen, die Pferde und die Kommunikation und auch um die Freiheit und so Allerlei. Also, ich freue mich auf viele Bekannte und auch neue Gesichter.🙂

Lieblingsbeschäftigung zur Zeit, weil es sich so wunderbar verbunden anfühlt…

…gemeinsam schlendern gehen und die schönen Seiten des Winters bestaunen. So einiges gemeinsam entdecken und auch erleben. Auch erleben, wie die Ponys, jedes so für sich, der Welt begegnet. Amy eher schnüffelnd am Boden, Bosse alles in sich ruhend überblickend, Peppa immerzu schauend und staunend (wie als da plötzlich eine Dampflock vor unseren Augen durchs Tal ackert 😅)
Kleine, wirklich wertvolle Momente miteinander.
Habt alle eine schöne Woche voller kleiner wertvoller Momente!

Auch ganz wunderbare Tage…

die Tage zwischen den feierlichen Tagen. Irgendwie fühlt es sich schon viel heller an, ich weiß doch tatsächlich gar nicht so genau was für ein Wochentag gerade ist und der Kühlschrank ist noch so voll, dass auch solche Alltäglichkeiten wie Einkaufen ganz weit weg sind. Was geht es uns doch gut! Und dann auch noch Sonnenschein dazu und Zeit diesen zu genießen…natürlich mit den Ponies und den Hunden auf Tour im Wald.
Ich wünsche Euch Allen auch ganz helle, schöne, friedliche Jahresausgangstage! ☺️

Zwei Tage Weiterbildung bei Jean-Francois Pignon

Es ging um Demut und Liebe, um Stärke und auch Glaube, um die Gegensätzlichkeit von Dressur und Beziehung, um Spannung… und das Loslassen… für Losgelassenheit.
Und auch und allgegenwärtig um Dominanz. Ein Wort das nicht gerne gehört wird. Das weiß auch Jean-Francois. Das auch bei mir Widerstand auslöst. Vielleicht zurecht, vielleicht zu unrecht. Die Aggression mit der das Wort assoziiert wird, erzeugt ja erst einmal allein der Mensch, im Namen der Dominanz.
Trotzdem wäre für mich das Wort Führung so viel passender. Denn am Ende ging es zwei Tage lang gar nicht so viel um Dominanz sondern viel mehr um Führung. Und zwar um Selbstführung (des Menschen). Gar nicht so viel um die Führung des Pferdes. Ja, eins meiner Lieblingsthemen. Bei sich selbst anfangen.
Jean-Francois fing immer wieder beim Menschen an. Bei seiner Spannung, seiner Souveränität, seiner Losgelassenheit, auch seiner körperlichen Unbeholfenheit. Er ist ein großartiger Coach! Warum glaubst Du ist Dein Pferd einen Schritt zurück gewichen? Wieso tust Du dies und warum tust Du genau das nicht? Und immer wieder LOSLASSEN! Sich selber führen, sich mit sich selbst verbinden und seinem Tun und Nicht-Tun bewusst werden. Meist und so häufig, dem zuviel Tun.
Ein besonderes Highlight für mich waren die Momente in denen Jean-Francois selbst am Pferd war. Seine Kommunikation mit dem Pferd in absoluter Stille und Ruhe, kein Wort, kein Geräusch von ihm und es war so viel mehr zu hören vom Gespräch zwischen Mensch und Pferd.
Ja, natürlich ging es vor allem um Pferde aber genau deshalb halt um den Menschen.
Ach Mensch, wir müssen alle soviel besser werden: viel subtiler, viel leiser, viel weniger tun, viel mehr zuhören! Viel mehr Beziehung und viel weniger Dressur! Für die Pferde!

Lalülala, ich bin noch da.

Habe mir aber tatsächlich ein wenig Auszeit von Facebook und ein paar anderen Dingen genommen… und das hat ehrlich gesagt gut getan. Das das nun tatsächlich 5 Monate waren, bestätigt mein Gefühl: die Zeit rast manchmal einfach nur so an mir und wohl auch an vielen anderen vorbei. Viel zu oft hatte ich in den letzten Monaten das Gefühl reagieren zu müssen statt antworten zu dürfen. So habe ich mir manchmal tatsächlich weniger zugestanden als ich mir für die Kommunikation mit dem Pferd wünsche. Das Pferde auf uns antworten dürfen (auch wenn es vielleicht nicht die von uns erwartete oder erwünschte Antwort ist), statt einfach nur auf unsere Forderungen reagieren zu müssen. Und das wir dieses Feedback weniger als verletzend, ärgerlich oder beleidigend empfinden sondern nutzen, um uns und unsere Fragen und das Wie unserer Fragen an das Pferd zu hinterfragen. Und es besser zu machen! Aber ich gleite ab. Ich bin noch da, habe in den letzten Monaten viele Menschen und ihre Pferde getroffen und begleiten dürfen und mich nicht zuletzt aufgrund des Kennenlernens von Elsa Sinclairs Arbeit soviel mehr und intensiver mit mir und meinen Pferden auseinander gesetzt und hatte, trotz aller Hetze, einen echt fantastischen Sommer. Auf den ein schöner Herbst folgte und nun auch bald schon wieder Weihnachten. Jupp, die Zeit rast aber es passiert auch einfach immer wahnsinnig viel interessantes, schönes, wunderbares und das habe ich oftmals im Hier und Jetzt einfach recht überlegt genossen statt zu überlegen, wie ich es auf Facebook bringe. Und trotzdem werde ich es zukünftig doch wieder mal öfter probieren. Also das Genießen sowieso aber das genießen oder auch mal ärgern dann auch noch zu teilen! 😉 Anbei erwischt beim abendlichen „Nach dem Spielen genießen wir das miteinander abhängen – Genuss“ ❤️

Show: Check! :-)

Und es hat doch tatsächlich auch noch wahnsinnig viel Spaß gemacht. Mein Schimmeltierchen hat mich echt beschenkt an diesem Wochenende. Mit wahnsinnig viel Vertrauen, sehr genauem Hinhören und dem Willen einen wirklich tollen Job zu machen. Was für ein großartiger Kerl er doch ist, der Bosse! 😍
Auch meine Ponymädchenhelferleins haben als Bodenpersonal, trotz Anflug von Aufregung, alles super profimäßig gemanaged, mitgedacht und Spaß gehabt. Dafür gabs am Sonntag dann auch noch ihr kleines Solo (und ich konnte mich ein wenig vom Gerenne in Hitze und tiefem Sandboden aushecheln 😉).
Ach, schön war das!

4 Days with Elsa Sinclair and Freedom Based Training

Gar nicht viele Worte… das passt erst einmal sehr gut. Ich bin nach 4 Tagen mit Elsa Sinclair und ihrem Freedom Based Training tatsächlich ein wenig aus Zeit & Raum geschossen wieder Zuhause gelandet. Und wieder einmal stelle ich fest, dass wir doch meist immer zur genau richtigen Zeit genau DAS finden, was uns gefehlt und wonach wir gesucht haben. So fühle ich mich nach diesen Tagen erst einmal glücklich und reich beschenkt mit vielen den Blick erweiternden, wertschätzenden, achtsamen Perspektiven auf die Mensch-Pferd-Kommunikation. Dabei habe ich Elsa Sinclair als eine wunderbar authentische Trainerpersönlichkeit erleben dürfen, die unglaublich empathisch und enthusiastisch ihre Ideen mit Wissen & Gefühl vermittelt. Und das alles in einer von Nina Mathejczyk so gut ausgewählten, geschaffenen und friedlichen Umgebung. Dankeschön!