„So Peppa,…

…wir springen heute mal zu Viert über diesen Sprung. Gerne etwas synchron, wenn ich mir etwas wünschen dürfte.“ 👩‍🏫
Trotz eigentlich restlos gut informierter Ponies liess sich dann doch das ein oder andere Chaos nicht vermeiden. Vielleicht weil ich gesichtsmäßig einen leicht irren Eindruck bei den Ponies hinterlassen hatte? 😜
Nach einigen Positionswechseln, viel Ausbremserei der übereifrigen Ponies, weil ich ja nur zwei Beine habe und so, haben wir es am Schluss dann alle miteinander, fast synchron, übers Hüpferchen geschafft. Superbande die! ☺️

Bildmaterial: Zur Verfügung gestellt von Mia Preiß.

 

Ich hatte die Haare schön…

musste zugeben, dass ich tatsächlich Fury nicht gesehen hab (vielleicht hab ich es deshalb so ein bisschen mehr mit den Schimmeln?), war Dank des supernetten Teams vor Ort nur halb so aufgeregt… und die Zeit vor der Kamera ging so schnell rum, da hab ich vor Schreck am Ende dann doch noch meinen dicken, befürchteten, halben Erstickungshustenanfall bekommen. 😅

Es ist ein schöner Beitrag vom MDR über mich und meine Arbeit geworden. Ich freu mich sehr!
Wer es nicht gesehen hat, hier geht es zur Mediathek.

https://www.mdr.de/…/video-337662_zc-12fce4ab_zs-6102e94c.h…

Ich bin eingeladen. 😊

Am kommenden Montag als „Gast zum Kaffee“ im MDR. Wer also Montag um 16:30 Zeit und Lust hat, kann mich dann mal auf eher ungewohnte Art und Weise live und in Farbe treffen.
Natürlich wird es um Menschen & Pferde gehen und meine Arbeit. 😉Die Ponies und ich hatten zu diesem Zweck tatsächlich auch noch Besuch von der Kamera. Ich bin super gespannt auf das Ergebnis und freue mich aufs Studio, auch wenn wohl etwas ganz „leichte“ Aufregung mit im Gepäck sein wird.

Kleiner Rollentausch

Sonst versucht es sich Mensch doch meist recht gemütlich zu machen, während Pferd Sport treibt. 😅 Hier die Version: Mensch treibt Sport während Pony möglichst gemütlich abhängt.
Bosse hat natürlich vorher auch ein wenig gesportelt und ich durfte zwischendurch auch mit hochrotem Kopf ein wenig an ihm abhängen. Bestes (sich schon wieder zum Plüschi entwickelndes) Schimmeltierchen mit echt viel Knutschehumor!

Tschakka!

Zweites Camp mit geballter Ponyteeniegirlshippower (und einem Nesthäkchen mitten drin) schon wieder zu Ende. Wo ist die Zeit nur hin?
Die Jüngste hatte die Älteste an ihrer Seite und unsere Shettiomi Fanni ist zwar etwas müde aber reichlich trainiert von der Woche wieder zuhause angekommen. Gestern wurde ich dann regelrecht von der Shettiline zur Weide geschliffen, da schlurfen wir sonst immer gemeinsam hin (bzw. ich schleife sie hinterher). Ponymädelpower oder -liebe scheint ein echter Jungbrunnen zu sein. 🤔

Fotos: Von mir geschossen erfüllen hoffentlich annähernd die strengen Qualitätskriterien und großen Erwartungen der teilnehmenden Ponymädels. Ich war stets bemüht. Die Mädels wohl noch viel mehr und die teilnehmenden Ponies sowieso!

Das war Teil I vom SommerCamp 2019… 🌳🐎💦🌾☀️🐾🧘‍♀️🌻

und es hatte alles was es brauchte: Sonne und Regen, laue Nächte, Stockbrot, Wespenstichalarm, natürlich Eiscreme und irgendwie ganz wichtig: Hunde. Wasserspaß und märchenhafte Natur, abendliches Zeltgeflüster und manchmal auch Gackeralarm. Kreideschlacht und Ponygestaltungskunst. Auch Abäppelfrust, wenig Aufstehmotivation und etwas Ringe unter den Augen am Morgen. Gelingende Pferdekommunikation und auch mal Pferde mit eigenen Ideen.😉
Für mich besonders schön, die Ponies waren unsere Begleiter der Aktivitäten oder es war mehr mit Ihnen SEIN und nicht sie GEbrauchen. Und alle Kids waren mit ihnen und haben tapfer ihre Füße gebraucht, denn wir waren nicht oft auf dem Pferd sondern mit dem Pferd. Haben gemeinsam Natur erkundet, die Natur der Pferde erkundet, Körpersprache mit unsere Körper probiert, auch Yoga am Pferd erprobt nachdem wir morgens auf der Wiese und mit den Hunden noch im Schlafanzug Yoga an uns geübt hatten.

Es war schön, bereichernd die tolle Entwicklung der Ponymädels zu begleiten, schweisstreibend, auch ermüdend und am Ende und beim Bilder gucken einfach nur Wow! War das echt so schön wie auf den Bildern?

Nächste Woche geht es auf in Runde II, da gucken wir gleich noch mal genauer hin. ☺️

Fotos: TeenieCampcrew mit Camphunden und Camppferden im Sommerglück. Ach ja, die Campmuddis sind natürlich hier und da auch mit drauf.

Uns ist etwas passiert

…während unserer Show auf dem Cowboy Weekend der Nonn Ranch / Haflingerzucht Nonn ist Mia gestürzt, stehend, kopfüber von ihrer Peppa und hat sich wirklich schlimm verletzt. Sie ist mit zwei angebrochenen Wirbeln wieder nach Hause gefahren.
Das war das erste Mal, denn Mia ist noch nie vom Pferd gestürzt, hat sich noch nie wirklich weh getan. Was für ein Luxus das war, das registriere ich erst jetzt.
Ich war im ersten Schock nah dran alles hinschmeißen zu wollen. Wie konnte ich meine 13-jährigen Tochter nur solchen Gefahren aussetzen? Was hatte ich fehl eingeschätzt? Kann ich sie in Zukunft wieder so unbesorgt mit ihrem Pferd spielen lassen?
Im Krankenhaus wurde ich erinnert. An meine Aufenthalte im Krankenhaus im Teenageralter. Zahlreiche Aufenthalte. Meine besorgte, genervte Mutter und meine Freiheit, die ich trotzdem hatte. Ich bin bis heute dankbar für diese Freiheit, die ich geschenkt bekommen habe. Es relativierte sich so einiges.
Den Rest hat mein Kind erledigt. „Mama, keiner hatte Schuld. Keiner hat etwas falsch gemacht. Das war einfach unglücklich. Und außerdem geht es hier nicht um Dich.“
Sie hat mit ihrer Einschätzung so recht und hat noch im Krankenhaus klar gemacht, dass sie sich auch in der Zukunft nicht allzu sehr einschränken lassen wird, ob ich sie nun gerne ganzkörperverpacken möchte oder nicht.
Die Beiden (Mia & Peppa) hatten ihren ersten Auftritt.
Und die Beiden haben es riesig gemacht. Mias Aufregung war mehr Vorfreude als alles andere und auch Peppa war einfach megacool. Wie toll die Beiden sind. 💕
Was bleibt also?
Verrückterweise eben Freude. Mia und ich hatten soviel Spaß, ja auch Streit und vor allem gemeinsame, bewusste Zeit bei unserem kleinen Showprojekt.
Und Dankbarkeit und zwar dafür, dass ich so etwas mit meiner Tochter erleben darf und das alles was passiert ist, heilen wird.
Aber auch ein Verlust von Unschuld in unserer kleinen Pippi- Langstrumpf-Pony-Welt. Und damit auch eine neue Rolle für mich: Die Bremserin, Aufpasserin, Begleiterin. Schon während der Vorbereitung für die Show und jetzt noch viel mehr. Facebook, Youtube, Instagram, überall sieht Mia eine Flut von schier unglaublichen Leistungen von jungen Pferdemenschen mit ihren Pferden. Es wird gefetzt, balanciert, getanzt, gehopst. Wahnsinn! Aber dabei kann man sich eben auch wehtun, muss nichts Schlimmes passieren, reicht schon, wie in Mias Fall, einfach mal nur kurz die Balance zu verlieren.
„Lass uns langsam machen, lass es uns schön machen und lass uns Spaß dran haben“, waren in letzter Zeit die Sätze die ich immer wieder runter gebetet habe. Das werde ich auch in Zukunft tun und ja, hier und da wohl eine ganze Ecke klemmiger sein. Solange ich nämlich noch das letzte Wort habe.
Damit der unschuldige Spaß im Zusammensein mit dem Pferd für uns nicht verloren geht, damit mein Kind sich nicht wieder so weh tut und damit nicht auf der Strecke bleibt, warum wir das alles machen: Einfach weil es wunderschön ist mit Pferden zusammen zu sein und mit ihnen etwas gemeinsam zu machen und zu erleben.

Dies mal als eine Geschichte hinter den schönen Fotos.

Danke liebe Millers Fotokiste Du liebe Rodeoknipse für die schönen Erinnerungen!

Weil uns Pferde so viel lehren… 🌱

vor allem über uns selbst, gab es diesen CoachingWorkshop über die Bewusste Mensch-Pferd-Kommunikation am bisher heißesten Wochenende diesen Jahres.
Das wir unheimlich viel von Pferden über uns selbst lernen können, würde ja wahrscheinlich jeder Pferdemensch unterschreiben. Allgegenwärtig sind die schönen Sprüche und Zitate dazu, wie sehr uns die Pferde spiegeln. Oftmals ist es aber gar nicht so leicht zu verstehen, was Pferdemensch da vom Pferd gespiegelt bekommt und die gesendete Botschaft zu entschlüsseln.
Bewusste Pferd-Mensch-Kommunikation bedeutete an diesem Wochenende, bewusstes Wahrnehmen meines Gegenübers aber vor allem Bewusstseinsschaffung für mich selbst, denn ich kommuniziere wie ich bin.
Wenn ich es schaffe, gut mit mir und meinen Bedürfnissen und Werten in Kontakt zu kommen, so kann ich auch gut mit meinem Gegenüber (dem Pferd) in Verbindung treten und seine Botschaften entschlüsseln. Soweit die Theorie.
In der Praxis haben an der Theorie die Köpfe geraucht, nicht nur wegen der Außentemperaturen. Wir haben uns an ein Persönlichkeitsmodell gewagt und unsere Werte und Bedürfnisse in Frage gestellt, die perfekte Horsewoman und natürlich den perfekten Horseman gebastelt und festgestellt, das Pferd und wir brauchen nicht nur schwarz ODER weiß, wir schwarz UND weiß. Wir müssen für das Pferd ein bisschen UND sein, im Gleichgewicht, ausbalanciert.
Mein liebstes Beispiel war der Halsring und das Glitzerkleidchen. Die Werte Vertrauen und Kontrolle und deren Balance. Als ein auf Harmonie bedachter Pferdemensch ist Vertrauen für uns meist ein hoher Wert und das Thema Kontrolle wird oftmals ein wenig abgelehnt (das müffelt nach fieser Kandare und Hilfszügeln). Das wir mit Halsring und Glitzerkleidchen bestückt, barfuß auf dem nackten Pferderücken, nicht nur Vertrauen brauchen, damit wir am anderen Ende der Wiese auch gemeinsam heile ankommen, sondern es gut ist vorher zu kontrollieren, ob unser Pferd auch verstanden hat und willens ist auf eine Hilfe mit dem Halsring auch anzuhalten, macht für die meisten Menschen jedoch Sinn. Kontrolle muss also nicht heißen, das Pferd mit allerlei Zeugs a la Folterkammer zu überwachen, um sich wohl zu fühlen und Vertrauen bedeutet nicht, sich einfach mal so fürs schöne Facebookbild dem galoppierenden Pferd auszuliefern.
Beide zusammen, gut ausbalanciert, machen ein schönes Bild. Auch noch dann, wenn die Kamera nicht mehr drauf hält.
Mancher Pferdemensch ist aus Unsicherheit zu kontrollierend und die Pferde machen uns ganz unterschiedlich darauf aufmerksam und versuchen oftmals dieser Kontrolle zu entgehen. Ein anderer vertraut soviel, dass er das fliegende Bein hinter seinem Rücken gar nicht erst bemerkt und seine ständig blauen Zehen, der enorm süßen Tollpatschigkeit seines Pferdes zurechnet.
Meist wird es mit dem Pferd schwierig, wenn wir von etwas zu viel sind, zu vertrauensvoll oder zu kontrollierend.
Wir haben an diesem Wochenende unsere „zu“-s erforscht und die Pferde dazu befragt. Wir haben geschaut, was wir noch brauchen, um noch perfekter zu werden. Und ich sage bewusst perfekter, denn die Botschaft sollte immer sein, dass jeder sich einfach schon mal perfekt fühlen darf.
Kleine Samen wurden gesetzt, die sich für manchen vielleicht zuerst einmal auch eher als Sandkörner im Getriebe anfühlten.
Alle Teilnehmer waren so tapfer in der Hitze, haben sich eingelassen auf Augekontakt-, Schweige- und Zuhörübungen. Waren so respektvoll miteinander, auch sich selbst gegenüber und so respektvoll mit den Pferden.
Danke liebe Teilnehmer und vor allem liebe Pferde, ich bin gespannt, wieviel perfekter ihr uns Menschen noch so hinbekommt!

Peppa hatte Besuch

von der lieben Lina Peuckert von Craniosacrale Tiertherapie.

Peppa kam vor fast genau 3 Jahren mit einer Art Ganganomalie zu uns, die ich mir mit ihrer Aufzucht und der schon in sehr frühen Jahren ausgebrochenen und vollkommen unbehandelten Hufrehe erkläre. Diese war schon mit ihren damals 5 Jahren, als wir sie übernahmen, in einem chronischen Zustand. Sie ist etwas trageschwach, hält sich zur Kompensation recht fest und konnte im ersten Jahr mit ihren hinteren „Holzbeinen“ kaum richtig galoppieren oder im Trab schick um die Ecke. Das ging auch immer ein wenig auf die Psyche. Ist das Pferd doch ein Bewegungstier und was ist, wenn sich dieses nicht richtig kraftvoll in der Bewegung ausdrücken kann? Peppa antwortete eher depressiv. Auch heute zieht sie sich immer noch mal schnell zurück, wenn etwas körperlich nicht so passt. Oder man könnte auch positiv sagen, sie sorgt gut für sich.

Vieles hat sich inzwischen getan. Peppa kann galoppieren, möchte als stark wahrgenommen werden und zeigen was sie kann. Sie ist selbstbewusster und präsenter.

Gestern, einen Tag nach der Behandlung haben wir ein wenig fluffig zu Viert frei „gearbeitet“. Lina hatte vorgewarnt: Peppa könnte eine Woche ein wenig aufmüpfiger sein als sonst. Ich liebe aufmüpfig, besonders Peppas kleine Hörnchen. Ist es doch immer Zeugnis dafür, dass sie Kraft hat und es ihr gut geht.

Liebe Lina… Peppa hat gestern dem Bosse das Fürchten gelehrt, denn sie hatte beschlossen nicht mehr ständig von ihm an sich rummäkeln zu lassen. Und sie ist so kraftvoll durchgesprungen galoppiert, ich habe leider kein Video für Dich 😜, weil ich lieber zuschauen und genießen wollte. Dankeschön! 🤗

Foto: Kleines Zeugnis von großer Wellness!

Und auch wir sind wieder mit dabei

….und machen „Show“! Wir sind übrigens diesmal nicht nur das Schimmeltierchen & ich … denn … Trommelwirbel …. es kommen auch die Mia & die Peppa mit. 🤩 Und die feiern ihr Debüt: Die allererste Veranstaltung für Beide. Das wird bestimmt ein klitzekleines „büsschen“ aufregend.
Als die Mia vor 13 Jahren geboren wurde, hätte ich niemals gedacht, dass wir irgendwann mal sowas als Mamamiagespann machen. Wie cool! 🥰
Kommt zahlreich, besucht uns und habt Spaß an tollen Prüfungen in super entspannter Atmosphäre. Und mit uns. Wir freuen uns auf jeden Fall drauf!

P.S.: Lieber Frank und liebe Nina. Wenn also bei meiner Mia vererbungsmäßig tatsächlich nur ein Elternteil (das bin ich, unser Schatzmann begleitet seine irren Pferdemädchen nur) etwas überproportional wahnsinnige (hüstel) Pferdegene mitgebracht hat und bei Euch das im Doppelpack vorhanden ist, werdet ihr wohl in nicht wenigen Jahren als Vierergespann unterwegs sein können. 😜

PRÄSENT SEIN. PFERBUNDEN WERDEN. 💙

Ich hab sie so lieb und hab lange in meinem Kopf gesucht nach diesen zwei total kurzen Sätze, meinem Motto, das mich seit Anfang des Jahres auf meinen Jacken, Pullis, natürlich auf der Website und so weiter durch den Alltag begleitet und neuerdings auch Thema meiner brandneu konzipierten Workshops ist.

Präsent sein und pferbunden werden. Hier steckt mein kleiner Schlüssel zum Glück drin. Ja, auch der Schlüssel zu so manchem Pferdeherzen. Also auch wiederum zum Glück und so. 😜

Pferde leben präsent. Im Hier und Jetzt. Sie sind. Wir meist eher nicht. Wir sind nicht Jetzt sondern ganz oft gestern oder morgen, am Handy, im Gedankenkarussell oder sonst wo. Aber nicht Hier bei dem Sonnenstrahl, den die Sonne gerade sendet, spüren selten bewusst den Wind, der gerade durch unser Haar streicht, der muss schon eher am Haar zotteln, damit wir ihn bemerken. Es ist jedoch lohnenswert mal aus dem Gedankenkarussell auszusteigen und das Handy beiseite zu legen und in die Zeitzone einzutreten in der das Pferd lebt. Die ist nämlich Jetzt. Hier können wir dann mit ihm gemeinsam sein und anfangen zu kommunizieren.

Präsent sein bedeutet jedoch nicht nur einfach die mich umgebende Welt und die die in ihr leben bewusster wahrzunehmen. Es bedeutet auch mit allem was ich bin präsent in diese Welt zu treten, freundlich und bestimmt Grenzen zu setzten, bewusst mit meinen Stärken und Schwächen umzugehen, klare Entscheidungen zu treffen. Ja, sichtbar zu sein! Für mich und für andere und für das Pferd. Wem das gelingt, der erntet Verbundenheit zur Welt, zu sich und auch zum Pferd.

Und diese Verbundenheit kann tragen. Durch gruselige Hallenecken, über Sprünge, durch dunkle Wälder, von der Weide mit den Kumpels hin zum Reitplatz, sogar in Hänger. Ist nichts vollkommen abgefahren spirituelles sondern etwas ganz alltägliches. Einfache, gelebte, Alltagspiritualität halt.

Präsenz ist das, was Kommunikation mit dem Pferd zu pferbindender Kommunikation macht. Für mich ist Hier und Jetzt zu sein jedoch
nicht nur reiner Zweck, um mit dem Pferd in Kontakt zu treten und etwas von ihm zu bekommen. Es ist fast eine Art Selbstzweck, in Kontakt treten mit mir, gelebte Achtsamkeitspraxis, kleine Meditation. Und das ist wahrscheinlich auch einer der Gründe, warum die Pferde schon so lange im meinem Leben sind und mich einfach nicht loslassen. Jede Begegnung mit einem Pferd ist für mich kleine Meditation, kleine Auszeit in einer anderen Zeitzone als unserer menschlichen.

Ich wünsche Euch allen eine wunderbare, präsente und pferbundene Woche mit viel Auszeit (…in einer andere Zeitzone)!

Und weil es so schön passt, hier mal ein „zitiertes“ Bild.

Getragen werden oder vom Wollen und Können 🍃

Ein ziemlich unspektakuläres Bild, für mich aber Zeugnis einer der schönsten Reitmomente der letzten Jahre. Amy hat bisher auf dem Rücken viel eher ertragen als getragen. Unsere Verbindung riss meist in dem Moment ab, wenn ich auf ihr war. Sie ist geflüchtet, gerannt, der Stresslevel war schon beim satteln meist recht hoch. Es gab natürlich immer kleine Lichtblicke bei günstigem Westwind, nur linksdrehenden Haferkulturen, die Zeit hat etwas gebracht aber so richtig schön wurde es nie. Jegliche Desensibilisierung, einfach vollkommen sinn- und wirkungslos bis eher kontraproduktiv. Ich wollte nie, dass sie einfach nur still hält, es sollte sich doch vor allem auch gut anfühlen für uns Beide.
Reiten auf Amy? Mir hat das schlicht meist keinen Spaß gemacht, ihr noch viel weniger. Ich habe mir oft die Frage gestellt, ob es leichter wäre, sie einfach nicht zu reiten? Von unten ist sie doch großartig! Wieso also auf ihr reiten? Ob Pferde überhaupt geritten werden wollen? Eine kleine, interessante Schaffenskrise.
Aber nun zu diesem Bild. Amy ist auf unseren Runden immer als Handpferd mit dabei. Auf diesem Bild bin ich einfach mal, weil ich mir dachte es wäre eigentlich ganz schön, von Bosse auf Amy rüber gerutscht. Und Amy trug mich im wahrsten Sinne des Wortes. Sie ist superduper rund und bei ihren sehr fließenden, energischen Bewegungen kann es einen ohne Sattel mal nach hier und da verschlagen. Amy hat mich balanciert und mich immer wieder gefunden. Sich angepasst, nach mir gehorcht, ist in Verbindung geblieben. Als ich dann abstieg hat sie mich fast triumphal angeschaut als würde sie sagen wollen, hast Du das gesehen? Oder eher, hast Du das gefühlt? Ja, hab ich. Danke meine kleine Kanonenkugel!
Amy hat mir gezeigt, was es heißt wirklich getragen zu werden, etwas das so selbstverständlich ist im Sprachgebrauch von uns Reitern. Es wird so viel über die biomechanischen Gesichtspunkte des Tragens gesprochen, dabei ist es so wichtig auch die Frage stellen, ob mein Pferd mich auch mental wirklich trägt oder nur mitschleppt und erträgt.
„Zwei Geister müssen wollen, was zwei Körper können.“ (Bent Branderup)
Worte die mich schon seit Jahren begleiten, doch jetzt noch einen so viel tieferen Sinn bekommen haben. Und am Ende fängt das WOLLEN und KÖNNEN auch in der Reitkunst eben auch damit an, ob mich das Pferd überhaupt auf seinem Rücken tragen will und ja auch kann. Und die Kunst besteht vielmehr darin, dieses Ja zu bekommen und nicht in der Piaffe. Und ganz am Ende wäre die Menschenwelt, würden wir dem Ja mehr Beachtung schenken als so mancher spektakulären Darbietung Bewunderung, für so manches Pferd viel erträglicher. Und für die Menschen auch, denn es ist so wunderschön von jemand anderem im wahrsten Sinne des Wortes durch diese Welt oder in meinem Fall durch den Wald getragen zu werden, da kann mich die Piaffe echt mal. 😜